„Jacquelyn Wagner ist so etwas wie ein shooting star“

urteilte Michael S. Zerban in: Opernnetz, 10.05.2013 nach dem sensationellen Rollendebut der Künstlerin als ‚Suor Angelica’ in einer Neuproduktion des gleichnamigen Stückes an der Oper Köln (Will Humburg; Eva-Maria Höckmayr). Tatsächlich hat sich die Karriere der jungen amerikanischen Sopranistin rasch entwickelt und - bedingt durch die Schönheit und Ausdruckskraft ihrer Stimme als auch durch ihre Stilsicherheit in den Partien der unterschiedlichsten Epochen - ist sie mittlerweile zu einem international gefragten Gast avanciert.

Die Spielzeit 2016/17 begann mit einem sensationellen Rollendebut der Künstlerin als ‚Desedmona’/“Otello“ (Axel Kober; Michael Thalheimer) an der Deutschen Oper am Rhein, gefolgt von der Neuproduktion „Cosi fan tutte“/Fiordiligi (Philippe Jordan; Anne Teresa de Keersmaeker) an der Opéra de Paris Bastille und ihrem Debut an der Scala di Milano als ‚Eva’/“Die Meistersinger“ (Daniele Gatti). Weiters beinhaltet sie verschiedene Konzerte, wie „Vier letzte Lieder“ mit dem RSB (Vladimir Jurowski) in der Glocke in Bremen‚ Missa solemnis’ in der Basilica of San Paolo Fuori le Mura in Rom, Mahler VIII (Kent Nagano) in der Elbphilharmonie Hamburg und diverse Galakonzerte, wie z.B. an der Seite von Erwin Schrott in Alcazar, Sevilla (John Axelrodt). Die Spielzeit davor begann für die Künstlerin mit einer umjubelten Premiere als „Arabella“ an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf (Tatjana Gürbaca;Lukas Beikircher). Eine Partie, die sie erstmals an der Minnesota Opera sang und mit der sie im April 2014 in der Neuproduktion von Christoph Loy (Marc Albrecht) an De Nederlands Opera in Amsterdam bei Publikum und Presse einhellige Begeisterung auslöste. Mit ihrem Rollendebut als ‚Mimi’/“La Bohème“ in einer Neuproduktion von Michael Hampe (Francesco Angelico) an der Oper Köln fügte die Künstlerin ihrem Repertoire eine weitere wesentliche Fachpartie hinzu. Weiters folgten u.a. ihr Debut am Gran Teatre del Liceu in Barcelona als ‚Gutrune’/“Die Götterdämmerung“, die Rückkehr an die Oper Frankfurt als ‚Contessa’/ „Le nozze di Figaro“, ihr Debut an der Hamburgischen Staatsoper in der gleichen Partie sowie verschiedene Konzerte u.a.  Beethoven IX und ‚Les illuminations’, diese jeweils mit dem RSB Berlin unter der Leitung von Marek Janowski und Konzerte Brahms ‚Ein deutsches Requiem’ mit Markus Brück und dem Latvian National Symphony Orchestra (Andris Poga) in Riga und Ventspils. 

Zukünftige Projekte beinhalten u.a. ihre Rollendebuts als ‚Marschallin’/“Der Rosenkavalier“, ‚Leonore’/“Fidelio“ und ‚’Alice’/“Falstaff“, „Euryanthe“/Titelpartie, ihre Rückkehr an die Opéra de Paris Bastille, ihr Debut am Theater an der Wien sowie verschiedene Konzerte, darunter mit den Münchner Philharmonikern (Valerie Gergiev) und „Vier letzte Lieder“ (Josep Pons) am Teatro Real Barcelona.

Höhepunkte der vergangenen Spielzeiten waren verschiedene Rollendebuts, wie z.B. die Titelpartie der „Giovanna d’Arco“ in einer Neuproduktion am Theater Bonn (D: Will Humburg) und die Vitellia/“La Clemenza di Tito“ in einer Neuproduktion an der Opéra National du Rhin Strasbourg (Andreas Spering), ihr umjubeltes Debut an der der Opéra de Paris, Bastille als ‚Pamina’/“Die Zauberflöte“ (Constantin Trinks), sowie verschiedene Konzerte, darunter „Die vier letzten Lieder“ mit dem Gürzenich Orchester (Aleja Perez) und mit dem RSB Berlin „Shéhérazade“ und Florent-Schmitt Psalm 47 (Marek Janowski). Im Dezember 2013 gab Jacquelyn Wagner ihr Debut in New York, Carnegie Hall in einer konzertanten Version von „Feuersnot“/Diemut, sowie ihr Debut beim Liverpool Philharmonic Orchestra (Roland Böer), wo sie in Haydn’s Schöpfung zu erleben war. 

Nach einem Festengagement an der Deutschen Oper Berlin, wo Jacquelyn Wagner in den wesentlichen Partien ihres Fachs zu hören war wie ‚Violetta’, ‚Pamina’/“Die Zauberflöte“, ‚Contessa’, ‚Micaela’/“Carmen“‚ ‚Musetta’/“La Bohème“‚ ‚Gretel’/“Hänsel und Gretel und dem Sopran in Bachs “Matthäuspassion“,führten Gastengagements Jacquelyn Wagneru.a. an das Teatro Musicale di Firenze („Die Walküre“/’Ortrud’; Zubin Mehta), an die Semperoper Dresden (‚Micaela’), an die Volksoper Wien („Le nozze di Figaro“;Marco Arturo Marelli und „La Traviata“/Violetta; Julia Jones), als Agathe/„Der Freischütz“ an die Opéra Toulon und in einer Neuproduktion „Don Giovanni“/Donna Anna an die Miami Opera. Sie ist regelmäßig an der Oper Frankfurt (‘Contessa’; ‘Violetta’), an der Opéra du Rhin Strasbourg (‚Rosalinde’/“Die Fledermaus“; ‚Fiordiligi’/“Cosi fan tutte“), an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf (‚Donna Anna’/“Don Giovanni“, ‚Violetta’; ‚Arabella’), an der Minnesota Opera (‚Fiordiligi’; ‚Arabella’), am Opernhaus Basel, mit dem die Künstlerin auch auf Japantournée in Tokyo und Nagoja war, wo sie als ‚Contessa’ und in verschiedenen Liederabenden und Konzerten zu erleben war. Weiters war sie an der Opéra Bordeaux (‚Donna Anna’) am Gran Teatro de Liceu (‚Zuccerina/“L´Ape Musicale), und am Grand Théatre de Génève(‚Fiordiligi). 

Auf dem Konzertpodium präsentierte sich Jacquelyn Wagner u.a. in Bruckners „f-Moll Messe“ mit dem St. Gallen Symphonie Orchester,  Mozarts „c-Moll Messe“ mit dem Gross Point Symphony Orchester, Mendelssohns „Elias“ und Mozarts „Requiem“ mit dem Oackland Symphony Orchestra in Michigan, sowie mit einem Solokonzert mit dem Ann Arbor Symphony Orchestra und einer Operngala mit dem Detroit Symphony Orchester unter Leonard Slatkin. In der Berliner Philharmonie war die Künstlerin mit Mozart-Arien mit dem Deutschen Kammerorchester Berlin zu erleben sowie zuletzt mit dem Berlin Opera Chamber Orchestra unter der Leitung von Martín Baeza de Rubeo mit einem Arien-Konzert. 

Jacquelyn Wagner studierte an der Manhattan School of Music und an der Oakland University of Michigan und ist Gewinnerin zahlreicher internationaler Wettbewerbe, u.a. des Internationalen Gesangswettbewerbs Francisco Vinas, des Gesangswettbewerbs Renata Tebaldi und des Panasonic Voice Wettbewerbs in New York in der Alice Tully Hall. Sie war Finalistin in Placido Domingos Operalia 2008 und erhielt in zwei aufeinanderfolgenden Jahren jeweils eine Auszeichnung beim Palm Beach Opera Jugend-Wettbewerb. Zudem erhielt die Künstlerin renommierte Stipendien wie die der Jenny Lind Society und des Fulbright Study Grant.